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3. Notwendigkeit einer Lüftungsanlage
Die Formel für ein optimales Bauen lautet:
Bauart + Anlagentechnik (Lüftung + Heizung) = Wohnwert2 (Gebäudequalität + Raumklima)
Diese Formel bedeutet für den Bauherrn:
- Langfristige Bausubstanzerhaltung durch Vermeidung von feuchtebedingten Schäden (Schimmel).
- Allergiker auf Pollen und Staub erfahren durch Filterung der Außenluft eine Steigerung der Lebensqualität, der Gesundheit und des Wohlbefindens.
- Einsparung von Heizenergie (bis zu 30 - 50% Heizkostenersparnis) und damit Senkung der Betriebskosten, wenn die Lüftungsanlage über eine effiziente Wärmerückgewinnung verfügt.
- Steigerung des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens durch eine gleich bleibende hohe Raumluftgüte und ein behagliches Wohnraumklima.
> Modern leben in gesunder Luft!
| Dazu ein kleiner, aber wichtiger Exkurs. Max Josef von Pettenkofer (geb. 1818, gest. 1901) war seiner Zeit Professor in München und Begründer der naturwissenschaftlich-experimentellen Hygiene. Das brachte ihm den Titel des ersten deutschen Ordinarius für Hygiene ein. Seine Erkenntnisse führten letztlich zur öffentlichen Gesundheitspolitik und der Gesundheitstechnik, die im ausgehenden 19. Jahrhundert erstmals in großem Umfang bei den städtebaulichen Sanierungen Münchens, Hamburgs, Berlins, Paris und anderer Städte zur Anwendung gelangte. Bei seinen Untersuchungen an Hand der Kohlendioxidkonzentration der Raumluft stellte Pettenkofer fest, dass das Befinden des Menschen entscheidend vom CO2-Gehalt der Luft abhängt. Das Wohlfühlklima liegt bei unter 0,1% (1000 ppm, parts per million). Diese Erkenntnisse haben noch heute in der DIN 1946-2 (Raumlufttechnik; Gesundheitstechnische Anforderungen) Gültigkeit. |
Quelle: www.m-ww.de
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Neben der CO2-Belastung belasten noch weitere Faktoren die Luft:
- Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Lösungsmittel aus Materialien und Baustoffen
- Wasserdampf aus Atmung und Transpiration des Menschen, Kochen, Duschen, Waschen
- Abbauprodukte organischer Materialien, menschliche, tierische und pflanzliche Geruchsstoffe
- Aerosole; organische und anorganische Stäube wie Textilfasern und Pollen
- Viren, Bakterien, Pilze und Pilzsporen
Heute richtet man sich bzgl. des Raumklimas nach der DIN 1946-6. Zur kontinuierlichen Einhaltung des CO2-Grenzwertes von 1000 ppm ist ein Außenluftvolumenstrom von 30m3/h pro Person notwendig.
Wichtig für die Bauherren / Bitte klären Sie Ihre Bauherren darüber auf:
Die Anforderung einen solchen Volumenstrom zu gewährleisten und damit die Behaglichkeit und das Wohlbefinden der Bewohner zu garantieren, kann nur über die kontrollierte Lüftungsanlage eingehalten werden. Manuelles Lüften reicht bei heutigem Baustandard und der hohen Dichtheit der Gebäudehülle nicht aus! Auch gekippte Fenster können den erforderlichen Luftstrom nicht erzielen.
Einbruchsicherheit
Zum Lüften einfach die Fenster öffnen. Dieser Tipp ist allenthalben bekannt und wird, wie zuletzt beim Klima-Gipfel des ZVSHK, BHKS und FGK, auch von Architekten lauthals verkündet. Der Bund der Versicherten (BdV) erklärte jetzt zum wiederholten Mal, dass für Einbrüche durch zu Lüftungszwecken aufgestellte Fenster die Versicherung nicht aufkommt. Die Geschäftsführerin des Verbandes, Lilo Blunck, mahnt, dass man gegen Einbruch versichert sei, nicht aber gegen einfachen Diebstahl.
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